Spätherbstexkursionstagung 2011 in Schlepzig

Die Spätherbstexkursionstagung 2011 des BLP e. V. fand am 05. November in Schlepzig. 37 Teilnehmer hatten sich eingefunden.

Bei herrlicher Spätherbstwitterung exkursierten 2 Gruppen im nahe gelegenen Buchenhain. Eine kleine Gruppe begab sich in den Kriegbusch, um hier auch speziell die holzbewohnenden Pilze zu erfassen.

Die vorausgegangene milde Witterung bescherte ein für die fortgeschrittene Jahreszeit noch ungewöhnlich reiches Wachstum vieler Arten, so dass bei der anschließenden Fundbesprechung weit über 100 Pilzarten auf den Tisch kamen.   

Arnulf Weingardt vom Biosphärenreservat Spreewald, der vor Exkursionsbeginn auch eine kleine Einführung und Hinweise zu den Gebieten gab, ging in seinem Vortrag am Nachmittag im Gasthof „Zum Unterspreewald“ auf Zeigerarten im Biosphärenreservat ein.



Vor der Exkursion


Während der Exkursion



Nach der Exkursion

Herbstweiterbildung 2011 in Seddin

Die Herbstweiterbildungstagung 2011 des BLP e. V. fand vom 16. bis 18. September in der Heimvolkshochschule am Seddiner See (Gemeinde Seddiner See) statt. Rund 45 Pilzsachverständige und Pilzfreunde aus Brandenburg und Berlin nahmen daran teil.


Am Freitagabend gab der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Bivour,  traditionsgemäß einen Überblick über Witterung 
und Pilzwachstum seit Oktober 2010. Erhard Ludwig aus Berlin referierte über die Gattung der Saftlinge. Mit seinen in gewohnter Weise exzellenten Aquarellen machte er die Tagungsteilnehmer mit den vor allem in Brandenburg/Berlin vorkommenden Arten und deren regionale Verbreitung vertraut. Zum Ende des Abends stellte Wolfgang Bivour die 3 Exkursionsgebiete für den folgenden Tag vor.

Die Exkursionen führten in das Gebiet westlich des Kleinen Seddiner Sees, an den Kleinen und Großen Lienewitzsee sowie in das Gebiet zwischen Lienewitz und Flottstelle bei Caputh. Eine kleine Gruppe besuchte darüber hinaus die Kemnitzer Heide. Trotz des zu dieser Zeit eher geringen Pilzwachstums wurden immerhin rund 385 Pilzarten 

bestimmt und von Dr. Martin Schmidt für die Pilzkartierung aufgenommen.  Für die fachliche Unterstützung bei der Fundbestimmung und Fundauswertung sei hier wiederum auch den Pilzfreunden der Pilzkundlichen 
Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg gedankt.

Der Tag fand bei geselligem Erfahrungsaustausch und interessanten Quizrunden mit mykologischem Inhalt sein Ende.

Am Sonntag erläuterte Dr. Rüdiger Croux aus Friesack die Problematik zur Ursachenermittlung bei Erkrankungen nach Pilzverzehr und präsentierte Vorschläge zur systematischen Erfassung und Protokollierung von Vergiftungsfällen. Gunter Golla (Wiesenburg) gab in seinem Bildvortrag über die Gattungen Morchella, Gyromitra und Helvella  einen Überblick über deren Vertreter in Brandenburg.

Die Heimvolkshochschule am Seddiner See bot für unsere Tagung hervorragende Bedingungen und einen 
ausgezeichneten Service.

Wolfgang Bivour

Frühjahrsexkursionstagung  07.05.2011

Bei leider immer noch viel zu trockenem Wetter gab es an diesem Tag nicht besonders viele Arten zu bestaunen. deshalb nur ein paar  Bilder
maipilz
Mairitterling
 schwefelkopf
 Grünblättriger Schwefelkopf
Schildborstling
Gemeiner Schildborstling
gruppenbild
Am Treffpunkt zur Frühjahrstagung

Morchelschwemme zum Osterfest

Trotz zunehmener Trockenheit hat sich in der Karwoche vielerorts ein
ungewöhnlich starkes Wachstum verschiedener Morchelarten eingestellt.
An entsprechenden Standorten tauchten Speisemorcheln oft in großer
Anzahl auf. Die etwas zarteren Käppchenmorcheln zeigten sich indes
meist nur hier und da an etwas feuchteren Standorten. Vor allem in
Gärten erschienen neben der Speisemorchel vor allem Spitzmorcheln in
teils größerer Menge.

Speisemorchel                                                        Spitzmorchel

An sonnigen Plätzen zeigten sich bereits Trockenschäden an den
Fruchtkörpern. Die Wachstumszeit der Morcheln beschränkt sich meist
auf 2 bis 3 Wochen. Bleibt abzuwarten, ob etwas kühlere und vielleicht
feuchtere Witterung das Wachstum nochmals ankurbeln kann.

Vorsicht bei der Morchel-Suche! Die genannten Arten sind allesamt essbar,
werden aber von Laien oft mit der giftigen Frühjahrs-Lorchel verwechselt.

Frühjahrslorchel (giftig)

Sollte sich feuchtere Witterung einstellen, ist mit dem Erscheinen der
essbaren Mairitterlinge zu rechnen. Einige wurden bereits gesichtet.

Mairitterling

Spätherbstexkursionstagung 2010 in Wiesenburg/Mark

Die nun schon traditionelle Spätherbstexkursionstagung 2010 des BLP e. V. fand am 06. November in Wiesenburg statt. Trotz sehr widriger Witterungsverhältnisse fanden sich 29 Teilnehmer ein.

Die vormittägliche Exkursion führte in den Wiesenburger Schlosspark. Durch den in diesem Jahr frühen Saisonstart bereits erschöpfte Pilzmyzelien und die vorangegangene pilzfeindliche Witterung ließen nur gedämpfte Hoffnung auf zahlreiche Funde aufkommen. Schließlich wurden aber immerhin noch rund 85 Arten zusammengetragen, wobei die Holzbewohner in der Überzahl waren – nicht zuletzt durch die nachträgliche mühsame Bestimmungsarbeit unseres Rindenpilz-Spezialisten Reinhard Symandera.

Nach dem Mittagessen und der Fundauswertung durch Gunter Golla referierte Gunnar Hensel, Merseburg, über „Die Welt der unterirdischen Pilze“. In seinem interessanten Vortrag brachte er den Teilnehmern diese - mit Ausnahme der kommerziell verwertbaren Arten (bei uns ohne Bedeutung) - meist wenig beachtete und oft übersehene Pilzgruppe eindrucksvoll nahe.

Trotz des miesen Wetters und der für unsere Zwecke nicht gerade idealen Bedingungen in der ansonsten für „normale“ Besucher empfehlenswerten Schlossschänke „Zur Remise“ in Wiesenburg eine weitere gelungene Veranstaltung!


Exkursionsstart


nur Laub und Pilzsucher


Fundbesprechung

 Herbstweiterbildung 2010 in Dorf Zechlin

Die Herbstweiterbildungstagung 2010 des BLP e. V. fand vom 17. bis 19. September im Hotel Waldeck in Dorf Zechlin (Rheinsberg) statt. Rund 50 Pilzsachverständige und Pilzfreunde aus Brandenburg und Berlin nahmen daran teil.

Am Freitagabend gab der Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Bivour,  traditionsgemäß einen Überblick über Witterung und Pilzwachstum seit Oktober 2009. Dr. Wolfgang Fischer (Perleberg) stellte in seinem Vortrag interessante Pilzfunde aus Brandenburg vor. Anschließend wurde über die in diesem Jahr ungewöhnlich zahlreichen Vergiftungen durch den Grünen Knollenblätterpilz sowie über spezielle Beratungsfälle berichtet und diskutiert. Zum Ende des Abends stellte Wolfgang Bivour die Exkursionsgebiete für den folgenden Tag vor.

Die üblichen 3 Exkursionen führten in das Gebiet um den Kunkelberg direkt an der Tagungsstätte, an den Zootzensee bei Zechliner Hütte sowie an den Kapellensee zwischen Flecken Zechlin und Luhme. Aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen herrschte an Pilzen kein Mangel. Volle Körbe sorgten für reichlich Arbeit. So konnten die Pilzsachverständigen und Pilzfreunde ihr Wissen bei der Fundbestimmung und -auswertung am Nachmittag auffrischen und erweitern. Rund 300 verschiedene Pilzarten wurden notiert. Die Liste der gefundenen Arten geht auch in die Datenbank der deutschlandweiten Pilzkartierung ein.  Für die fachliche Unterstützung bei der Fundbestimmung sei an dieser Stelle auch den Pilzfreunden der Pilzkundlichen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburg, insbesondere Dr. Martin Schmidt, Erhard Ludwig sowie Marianne und Horst Streese gedankt.

Der Abend klang aus mit einem Reisebericht über Irland und geselligem Erfahrungsaustausch.

Am Sonntag präsentierte Gunter Golla (Belzig) den Tagungsteilnehmern seine Beobachtungen der Pilzflora in siedlungsnahen Biotopen. Dr. Rüdiger Croux (Friesack) referierte in einem gut strukturierten Vortrag über die Aufgaben eines Pilzsachverständigen bei Verdacht auf Pilzvergiftung.

Für eine gelungene Veranstaltung trugen die guten Bedingungen im Hotel Waldeck und ein hervorragender Service des Personals entscheidend bei.



Fundauslage


Fundauswertung Bild1


Fundauswertung Bild 2